Bildung
Vortrag & Diskussion
Sonntags-Matinee. Der Tübinger Journalist spricht über sein neuestes Buch „Der pandemische Brandbeschleuniger – Corona und die Krise des Journalismus aus der Sicht eines Zeitungsredakteurs“. Eintritt ist frei. Rekittke war bis vor kurzem Redakteur beim Schwäbischen Tagblatt. Er zeigt, was echten Journalismus ausmacht: Er hinterfragt kritisch, recherchiert tiefgründig und scheut keine unbequemen Wahrheiten. Unabhängige Stimmen wie seine sind für die Demokratie überlebenswichtig. Er sagt: „Die Coronamaßnahmen haben dafür gesorgt, dass Gräben entstanden sind, die bis heute noch nicht zugeschüttet sind. Die Mechanismen der Grabenbildung sind geblieben: Vom Windrad bis zur Frage eines nuklearen Krieges in Europa. Das war auch schon bei Stuttgart 21, der Flüchtlingswelle und der Klimafrage. Wir dürfen nie wieder Leute so massiv aus der Gesellschaft ausgrenzen.“ „Die Spaltung der Gesellschaft verläuft zum einen zwischen Stadt und Land, zwischen akademisch und nicht-akademisch. Dazu kommt noch eine Ost-West-Spaltung. Wir sehen, dass die AfD in ganz Deutschland zugewinnt, im Osten besonders heftig.“ Rekittke sagt, Demokratie funktioniert nicht ohne Kontrolle von Macht. Dazu braucht es guten Journalismus, denn nur durch institutionalisierten Widerspruch können sich Gesellschaften weiterentwickeln. Anmeldung: teamaachen@bsw-vg.nrw.
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